Mainz Halbmarathon


Da ist sie! Die 1:40!

Genauer gesagt - 1:40:36h!

 

Aber fangen wir von vorne an…

 

05.05.2018 – Halbmarathon in Mainz. Seit Wochen habe ich auf diesen Tag gewartet und für ihn trainiert. Es wurde Zeit! Zeit dafür zu testen, ob mein Training etwas gebracht hat und ob ich es diesmal auch abrufen kann.

Ich habe mich gut gefühlt. Mein Eisen war wieder aufgefüllt, in der Tapering-Woche hatte ich ein paar Tage Urlaub, die letzten Einheiten liefen wie beschrieben gut. Ich war mir wieder sicher, ich kann und ich will das schaffen!

 

Gefrühstückt habe ich wie immer – Brioche mit Marmelade!

Um 8 Uhr war Treffpunkt in Mainz mit dem Rest der Reisegruppe Schlemmerblock – zumindest die Läufer die dieses Jahr in Mainz mit dabei waren.

 

Das Wetter: Erstmal blauer Himmel – Sonne – 08 Grad, die später noch auf 11 steigen sollten.

Für mich persönliche hätten es nicht bessere Wetterbedingungen sein können. Wer mich kennt weiß, je wärme es wird, desto unwohler fühle ich mich.

Und Wind? Erstmal nicht, aber es sollte sich später noch zeigen das er mir doch nochmal begegnet.

 

Kleiderbeutel abgeben, 5 mal vorher pinkeln, warm laufen und dann los in Richtung Startblock.

Ja diesmal durfte ich auch offiziell in den ersten Startblock, nachdem ich da vor 2 Jahren irgendwie ausversehen auf einmal drin stand.

Startschuss…. „Anna diesmal musst du beißen und das schaffen!“

 

Die ersten km liefen richtig gut. Ich habe gemerkt mein Körper ist fit. Ich habe mir vorgenommen, einfach Spaß zu haben. Erstmal etwas raus aus dem Getümmel. Mir meinen Platz schaffen und dann gleichmäßig meine 4:45 min/km laufen.

Witzig…. So war der Plan in meinem Kopf. Die Realität die sah ganz anders aus. Ich hatte Probleme mit meiner Uhr und dem GPS, sodass die Pace nicht richtig angezeigt wurde. Irgendwann habe ich aufgegeben es zu kontrollieren. Die 4:45 die hast du doch auch im Gefühl. Ist klar…. Ich erspare euch das Chaos was ich da veranstaltet habe. Ich kann mich nicht erinnern jemals so ein durcheinander (langsam-schnell-langsam…) gelaufen zu sein.

Es war aber an dem Tag einfach so! Und natürlich war das nicht optimal ( ich weiß ungleichmäßiges laufen kostet Kraft), aber es hat mich auch nicht sonderlich in dem Moment gestört. Ich bin einfach gelaufen was ging.

Bei km 14 habe ich meine Family und Freunde getroffen. Nach meiner Hochrechnung der Stoppuhr wusste ich, das wird verdammt knapp aber es gibt eine kleine Chance.

Einmal Weisenau – Wendepunkt und ab ins zurück ins Ziel.

Wer bitte hat sich einen Wendepunkt ausgedacht? Ein Läufer war es glaube ich nicht! Trotzdem hat mich Weisenau dieses Jahr nicht so sehr gestört wie noch vor 2 Jahren. Vielleicht weil ich wusste was kommt und weil ich mich gefreut habe, wenn ich um den Wendepunkt rum bin dann geht es „Heim“.

Rausgehauen habe ich in diesen letzten 2 km nichts mehr. Aber der Gegenwind (Ja, hallo Wind da bist du ja) und auch mein allgemeiner Zustand haben es mir nicht möglich gemacht. Am Ende auch egal.

Ich bin durchs Ziel mit einer 1:40:36 h! Und somit habe ich offiziell und auch glücklich meine Wunsch-Zielzeit geschafft.

Damit habe ich meine Halbmarathon-Bestzeit um 11 Minuten verbessert.

Damit habe ich einen 11. Platz in meiner Altersklasse von insgesamt 358 Frauen W30 gemacht.

Damit bin ich sehr zufrieden und glücklich!

 

Ich habe in den letzten 16 Wochen einiges gelernt. Ich weiß jetzt noch besser wo meine Schwachstellen sind und was ich künftig anders machen muss.

Jetzt heißt es ein paar Tage regenerieren (2 Wochen Zwangspause leider wegen meinem Knie) und dann alles auf Angriff für den Marathon in Leipzig im Oktober 2019.

 

 

PS: Wer mich kennt, weiß das mich natürlich die 36 Sekunden kuuuuuuurz geärgert haben.